Nur Münchhausen konnte sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen.

Wenn mir das Wasser bis zum Halse steht, wenn ich wieder mal alles nur in grau-schwarz sehe, wenn die Zukunft düster aussieht und ich nur noch möchte, dass dieser Tag möglichst schnell vorbeigeht, dann brauche ich jemanden, der mich bei der Hand nimmt, mir seine (telefonische) Schulter leiht und mich rauszieht.

Doch manchmal (nicht immer, aber immer öfter) habe ich es auch schon selbst geschafft, die Situation mit etwas Abstand zu betrachten und mich von meinen Gefühlen nicht ins Boxhorn jagen zu lassen.

Dann frage ich mich selbst: „Christiane, was würde dir denn jetzt gut tun? Was ist der kleinstmöglichliche Schritt, den du tun kannst?“ Oft schreibe ich meine Gedanken auf oder formulieren sie in einem Gebet (oder beides). Ich bin nicht Opfer, das sich von seinen Stimmungen tyrannisieren lassen muss. Ich kann dagegen kämpfen und muss nicht im Selbstmitleid baden. Je mehr ich das tue, umso mehr verstärkt es sich.

In der Bibel steht in Jakobus 4,7.8:

Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.
LUT

Oder, um es mit einem Zitat von Bertolt Brecht auszudrücken:

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