brilleEs gibt Tage, da sehe ich, obwohl die Sonne scheint, alles grau in grau. Ich fühle mich einsam, verlassen, wertlos, hab Angst, dass ich meine Arbeit nicht schaffe und mir die nötigen Ideen und die Kreativität fehlen. Keiner ruft mich an, keiner fragt nach mir.

Neulich sagte jemand zu mir: Du musst mal die graue Brille putzen. Meine Sicht der Dinge ist nicht objektiv, meine Gedanken, Gefühle und Stimmungen spielen mir oft einen Streich.

Das Brillenputzmittel heißt Dankbarkeit. Es gibt so viele Dinge auf der Haben-Seite: Ich habe eine Arbeit, die mir Spaß macht. Dabei fühle ich mich ausgefüllt und am richtigen Platz. Ich habe Freunde, eine Gemeinde, in der ich mich wohl und zu Hause fühle, eine Tochter, auf die ich stolz sein kann, Familie und Verwandtschaft, die zu mir halten. Ich kann laufen, mich bewegen, riechen, schmecken, genießen. Ich habe eine schöne Wohnung in wunderschöner Lage und… die Liste ließe sich noch lang fortsetzen.

Im Aufzählen all der positiven Dinge merke ich, wie der Schleier sich lüftet, wie ich wieder klar sehe, wie die Wolken sich verflüchtigen.

In der Bibel steht in Matthäus 6, 22+23:

Dein Auge ist das Fenster deines Körpers. Ein klares Auge lässt das Licht bis in deine Seele dringen. Ein schlechtes Auge dagegen sperrt das Licht aus und stürzt dich in Dunkelheit. Wenn schon das, was du für Licht hältst, in dir Dunkelheit ist, wie dunkel wird dann erst die Dunkelheit sein!
Neues Leben Bibel

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