klavierKlavierspielen und Neubauwohnung sind 2 Sachen, die nicht (immer) gut zusammenpassen. In „meinem“ Haus gibt es einige Mieter, die von meiner Musik nicht so begeistert sind, sicher auch, weil ich mit ihrem Musikstil nicht dienen kann. Eigentlich ist es ja nicht verboten, aber ich fühle mich einfach nicht frei zu üben und zu improvisieren.

So habe ich mir vorigen Herbst ein E-Piano gekauft und kann jetzt musizieren, wann immer ich möchte, ohne jemanden zu stören. Der Nebeneffekt ist allerdings, dass ich fast gar nicht mehr auf dem „richtigen“ Klavier spiele, nur noch, wenn ich Schüler unterrichte. Ziemlich schade!

Heute habe ich mich überwunden zu spielen und mal wieder in die echten Tasten gegriffen. Selbst das beste E-Piano kommt klanglich nicht an ein Klavier heran.

Ich will nicht mit totalem Rückzug reagieren, nur weil jemand einen anderen Musikgeschmack hat als ich. Rücksichtnahme ist o.K. – ich spiele nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit und auch nicht stundenlang – aber sich unsichtbar und unhörbar zu machen ist nicht die richtige Lösung. Ich darf den Mut haben, mich anderen zuzumuten.

In diesem Sinne: Seid mutig, zu euch selbst zu stehen!

Advertisements