coffeeNeulich gelüstete mich im Städtchen mit Dorfcharakter, in dem ich früher wohnte, nach einem Coffee to go. „Na ja“, dachte ich, „beim Bäcker wird’s wohl einen geben“. Gut, eine Kaffeemaschine konnte ich nicht entdecken, aber ich fragte trotzdem danach. „Natürlich, haben wir!“, war die Antwort, „aber es dauert einen Moment“ und sie hätte nur löslichen. „OK!“, dachte ich, „aber gut, dann nehme ich einen.“ „Ich muss aber erst mal den Wasserkocher anstellen.“ „Jetzt wird’s spannend, das ist hier wirklich anders – fast wie zu Hause“, ging es mir durch den Kopf.

Nach gefühlten 10 Minuten hatte ich meinen Kaffee, die Sahne hatte sie aus einem Fläschchen aus dem Kühlschrank geholt (ich kenne sonst nur die Einmal-Portionen) und mich noch gefragt, wie weiß ich den Kaffee haben möchte. Der Deckel auf dem Pappbecher, den sie zuerst probierte, passte nicht, da gab sie mir noch einen größeren. Aber der war dann nicht dicht, wie ich beim Hinausgehen bemerkte.

Für diesen tollen handgemachten Kaffee habe ich dann noch eins Geld vierzig gelöhnt… Wahrscheinlich habe ich den Erlebniswert „Coffee to go für seltene Kunden“ mitbezahlt.

Das nächste Mal, als ich ins Dorf-Städtchen fuhr, habe ich meine Thermo-Tasse gefüllt und mitgenommen.

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