notenHeute war bei mir eine Klavier-Anfängerin zum Unterricht da, die gerade ihre letzten Tage im Kindergarten genießt, eigentlich keine Lust mehr hat hinzugehen.

Die Minis sind für mich schon eine Herausforderung, und es ist manchmal ganz schön schwierig, sich in die kleinen Köpfe hineinzuversetzen. Laura (Name geändert) wollte heute nicht das, was ich wollte. Sie verknotete ihre Finger und es sah so aus, als wenn sie’s absichtlich falsch macht. Sie beantwortete nicht mal die Fragen, von denen ich eigentlich sicher war, dass sie es wusste. – Ich wäre nur mit Druck weitergekommen, aber das wollte ich nicht. Klavierspielen ist Spielen und jedes Kind hat den Spieltrieb mit auf die Welt bekommen.

Plötzlich spielte sie eine kleine Melodie (etwas ganz anderes, als da in den Noten vor ihr stand) und hatte auch einen Text dazu: „Kleines Schneckchen, wohin gehst du?“

„Na, super!“ dachte ich, „dann machen wir eben was anderes.“ Ich gab ihr Notenpapier. Sie musste mal schnell noch 2 neue Töne lernen (dafür habe ich dieses Notenkartenspiel auf dem Bild) und dann schrieben wir ihre Komposition auf. Und für die Mama kam zum Zusammenspielen gleich noch eine zweite Stimme dazu.

Wie eifrig sie war, die Noten zu schreiben und auszumalen. Ich erklärte ich dabei gleich noch Viertel- und halbe Noten (das stand für diese Stunde sowieso auf meinem Plan) und was mit 4/4-Takt gemeint ist. Ich bin sicher, dieses Liedchen wird sie gerne üben!

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