Nun geht es bald los: Ich habe eine schöne kleine Wohnung gefunden, in die ich Ende Februar umziehen werde. Damit wird die Trennung von einem Mann auch räumlich vollzogen.

Im Moment bin ich am Entrümpeln. Wir haben gemeinsam (!) den Boden ausgemistet und dabei sind etliche Mülltüten voll geworden. Gestern bin ich etlichen Ordnern zu Leibe gerückt. Da waren noch viele Vorbereitungen von Kinderstunden, die ich mal gehalten habe. Ich habe Papier und Klarsichthüllen fein säuberlich getrennt und dabei viele gute Sätze gelesen, die ich den Kindern mal beigebracht habe:

  • Hab Mut, Jesus sorgt für dich
  • Gott führt sein Volk, auch durch ausweglose Situationen
  • Gottes Wege sind immer gut

Ja, wenn alles glatt läuft, dann kann man solche Sätze leicht sagen – und glauben. Aber erst in Krisensituationen zeigt sich, ob der Glaube wirklich trägt. Ich will darauf vertrauen, dass Gott mich hindurchführt – mitten durch die Turbulenzen. Mein Kopf ist zurzeit eigentlich pausenlos beschäftigt, sich Gedanken zu machen, wie alles werden wird: der Umzug und alles Neue, was auf mich zukommt.

Ich sage mir immer wieder: „Eins nach dem anderen!“ und „Herr, ich lege alles in deine Hand!“

Vor kurzem habe ich eine Geschichte gelesen, die mir Mut gemacht hat:

Eine jüdische Frau saß im Zug nach Auschwitz und wurde bald irrsinnig vor Angst. Im Zug saß ein Rabbi, den schrie sie um Hilfe an. Der Rabbi legte ihr die Hand auf den Kopf: „Kennst du das Geheimnis unseres Volkes nicht ?…das rote meer ….“

Es gibt keinen weg außen herum nicht. Der Weg Gottes führt mitten hindurch. Und nun leg deine Hand in Gottes Hand, meine Tochter und geh ins Wasser, du wirst staunend erleben, das es zurückweicht.“ Und das Wunder geschah, die Frau wurde still und die Angst fiel von dir ab.
(Jesaja 43, 2.5 )

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