Vor längerer Zeit, d.h. eigentlich erst vor kurzem – so lange lag er ausgedruckt auf dem „Zu-lesen-Stapel“ – habe ich einen Artikel von Kerstin Hack gelesen. Titel: „Konzentriere dich auf das Gute in deiner Beziehung zu Gott“

Er beginnt mit einem Zitat:

Es ist paradox, aber wenn ich mich so akzeptiere, wie ich bin, dann kann ich mich verändern.
Carl Rogers

So oft, wenn mich jemand fragt, wie es mir in meiner Beziehung zu Gott (oder ein anderes Thema geht), beginne ich die schlechten Sachen aufzuzählen. Und wenn mir jemand ein Komplinent macht wegen einer Sache, die mir gut gelungen ist, beginne ich, etwas Negatives dagegenzuhalten, als wenn ich mich entschuldigen müsste.

Aber es ist so: Davon, worauf ich mein Augenmerk richte, bekomme ich mehr. Konzentriere ich mich immer auf das Negative, folgt daraus, dass ich das Gute bald gar nicht mehr sehen werde und das Schlechte immer mehr wächst. So kann ich stattdessen doch gleich auf die guten, positiven Dinge sehen und mir wirklich mal eine Liste machen von Dingen, die gut sind – z.B. in meiner Beziehung zu Gott. Dass ich z.B. meist mit Gewinn in der Bibel lese, oder dass meine Seele zur Ruhe kommt, wenn ich meine Sorgen zu Gott bringe.

Das habe ich heute Morgen schon erlebt. Ich war beunruhigt wegen einer mail, die ich bekommen habe und bin dann meine Lieblings-Kurz-Runde rausgegangen, hab laut gebetet und Gott den ganzen „Sack vor die Füße geworfen“ – und siehe da: Ich kam verändert wieder. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass ich Gott unter freiem Himmel näher bin. Seine Güte reicht, „soweit die Wolken gehen“ (Psalm 57,11) – nicht nur bis zur Zimmerdecke!

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