Heute habe ich es geschafft, meinen Tag nicht mit PC hochfahren zu beginnen. (Ich weiß, es ist ein Dauerbrenner, ich habe schon öfter darüber geschrieben – hier zum Beispiel.)

Ich habe also zuerst die Golfbälle in meinen Blumentopf gelegt. Konkret: hab Zeit mit Papa in heaven verbracht und war walken. Es war richtig gut. Den ganzen Tag hatte ich das Gefühl: Das Wichtigste habe ich heute schon. Das ist viel besser, als immer im Hinterkopf zu haben: Ich muss aber noch. Vor allem heute Nachmittag, als das Schneegestöber allmählich in Regen überging, habe ich rausgeguckt und gesagt: Ätsch, ich war heute schon draußen

Das ist so eine Frage: Wer darf bei mir morgens den Zündschlüssel rumdrehen? Wem erlaube ich es, meinen Motor zu starten? Wer gibt mir den Startschuss in den Tag?

Sind es die 124 587 mails, die ich checken muss? Muss ich erst mal bei facebook reingucken, damit ich weiß, wie es mir geht? Ist es wirklich so wichtig zu gucken, wie es den frommen Hausfrauen geht?

Sollte nicht der Lenker meines Lebens (noch’n Titel für Jesus) selber mich in den Tag schicken? Und zum Walken nehm ich ihn dann auch gleich noch mit. 🙂

So, jetzt habe ich mich wieder weit aus dem Fenster gelehnt, hab mir selber ne Predigt gehalten. Es ist so schwer, Gewohnheiten zu verändern – ich weiß! So schnell schnippt man wieder zurück 😦

Eine schlechte Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe runterboxen, Stufe für Stufe.
Mark Twain

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