Farben für den Winter

Kennt ihr Frederick? – Nicht? Dann hört euch mal seine Geschichte an:

Wer hätte im Juli damit gerechnet, dass es dieses Jahr doch noch Sommer wird? Die Morgenstunden sind zwar schon kühl, aber tagsüber kann man nochmal richtig Sonne und Wärme tanken. Ich lasse keine Gelegenheit ungenutz, draußen zu sein, spazieren zu gehen, Rad zu fahren oder zu schwimmen. Ich fülle meinen Tank mit Licht, Farben, Gerüchen – mit allem, was die Natur zu bieten hat. Mit meiner „Familie“ haben wir Apfelsaft gepresst – wir legen Vorräte an für die kalte Jahreszeit.

Wenn es dann kalt und trübe wird, werden wir davon zehren können. Also, schafft euch Erinnerungen, die bleiben, genießt das Leben mit allen Sinnen, sammelt Farben für den Winter!

Das folgende Lied drückt das sehr schön aus:

Spülgefühl

Seitdem mein Haushalt nur noch eine Person umfasst, habe ich keine Spülmaschine mehr. Es ist ja auch kein Problem, das bisschen Geschirr mit der Hand abzuwaschen.

Aber neulich fand ich mich beim Googeln nach einer 45er Spülmaschine wieder. Eigentlich wäre es doch ganz schön, eine zu besitzen. Man könnte alles, was auf der Arbeitsfläche und dem Tisch rumsteht, gleich in der Blechoma verschwinden lassen. Und soll es nicht auch sparsamer sein als Spülen von Hand?

Doch es spricht auch einiges dagegen: Ich habe gar nicht so viel Geschirr. Ich müsste einen Unterschrank opfern und hätte damit weniger Platz für meine Küchenutensilien. Sie würde wahrscheinlich 2 – 3 Tage brauchen, bis sie voll ist und fängt dann nicht das Geschirr an zu müffeln?

Vor kurzem habe ich einen Artikel in der Zeitschrift „FLOW“ gefunden, der noch einen ganz anderen Vorteil der Handarbeit beleuchtet: weniger Stress, weniger Nervosität und mehr Inspiration.

Dem kann ich zustimmen: Es tut wirklich gut, etwas mit den Händen zu tun. Es macht den Kopf frei und Ordnung zu schaffen gibt ein befriedigendes Gefühl.

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ansteckend

Eine Familie aus meinem Freundeskreis hat ein Haus gekauft. Nachdem sie das Thema für sich schon abgehakt hatten, bekamen sie ein Angebot, das genau zu ihnen passte.

Heute hatte ich die Gelegenheit, das Haus, das zum Teil noch Baustelle ist, zu besichtigen. Meine Freunde erzählte ganz überschwänglich, wie alles werden soll. Sie war so begeistert, dass es mich förmlich ansteckte. Ich hab mich so für sie und mit ihr gefreut. Sie sah alles schon so fertig vor sich, dass sie der Dreck und die Arbeit, die noch zu bewältigen ist, gar nicht störte.

It mades my day – wie die Engländer sagen würden. Es macht mich glücklich. Freude ist ansteckend  😀

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So kann man es auch sehen

… und dann war da noch der Besitzer des italienischen Eis-Cafés, der an dem verregneten Sonntagnachmittag vor seinem Lokal stand und auf die leeren Sitzplätze blickte.

Ich sprach ihn an, das Wetter wäre nicht günstig fürs Geschäft, aber er schimpfte nicht. Der Regen würde gebraucht und für ihn wäre es auch gut, wenn er einen Tag mal weniger Arbeit hätte. Er braucht auch mal eine Pause (hat er doch in der Saison jeden Tag geöffnet).

Schön, wenn man Menschen trifft, die nicht über alles und jeden jammern.

Hilfe!

sudokuIch liebe SUDOKUs – unter einer Bedingung: Sie müssen schwer sein! Ich löse sie am liebsten auf meinem Tablet (mit dieser App). Das hat mehrere Vorteile: Ich brauche kein Papier und keinen Stift, ich kann kleine Zahlen als Merkhilfe in die Kästchen schreiben (gut, das geht mit Papier und Stift und Radiergummi auch). Was aber mit der Papiervariante nicht geht, ist folgendes: Ich kann mir Hinweise anzeigen und das Ergebnis zwischendurch überprüfen lassen. Ich kann beliebig viele Züge rückgängig machen.

Jetzt wird jemand sagen: Das ist doch dann gar kein richtiges Raten mehr – und das stimmt ja auch. Am Anfang hatte ich den Ehrgeiz, Hinweis und Überprüfen nicht zu benutzen, ich musste es unbedingt selbst lösen, egal, wie lange es dauert. Aber manchmal war’s doch einfach zu schwer.

Am Ende gibt’s eine Statistik, da werden die besten 10 Zeiten von jeder Schwierigkeitsstufe angezeigt. Und wenn ich Hilfe benutzt habe, ist ein Sternchen dran: Sukodo durch Helfer gelöst. Das ist dann eben außer der Wertung und kratzt ein bisschen an der Ehre.

Im Leben ist es oft auch so: Ich stehe vor einem Problem und möchte es gern selbst lösen. Aber ich merke, wie ich an meine Grenzen stoße. Es fällt mir nicht immer leicht, um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen. Doch eigentlich könnte ich dankbar sein: dafür, dass es Hilfe gibt und dass ich nicht alles allein regeln muss und dass ich Menschen um mich habe, die mich unterstützen.

Ebenso möchte und kann ich anderen Hilfe geben.

♫ ♪ Gut, dass wir einander haben ♫ ♪

Stell dir vor…

teichWer hätte das gedacht? Dass der Sommer nochmal Gas gibt und sogar zum Baden einlädt?

Und da sitze ich nun in meinem Lieblingssessel und habe zu nix richtig Lust. Unterricht habe ich heute nicht. Freitags ist bei mir schon Wochenende. Also muss ich mich allein strukturieren. Die To-dos sind erledigt, also was tun? Draußen scheint die Sonne und es ist warm. Ich könnte ja an den See zum Baden fahren. Aber dazu muss ich erstmal 6 1/2 Kilometer radeln. Und allein macht es doch auch keinen so richtigen Spaß. Aber es ist jetzt keiner da, den ich fragen könnte. Also doch (nicht)?

Langsam habe ich das Grübeln satt. Alles ist besser als hier herumzuhängen. Ich versuche, mir vorzustellen, wie es jetzt wäre, im See zu schwimmen, sich hinterher pudelwohl zu fühlen. Und Radeln ist doch eigentlich auch nicht schlimm.

Und so war’s dann auch. Ich habe es mit allen Sinnen genossen: das Radfahren, das Schwimmen, im Gras zu liegen und in die Sonne zu blinzeln. Und diesen Blogartikel habe ich auch noch ins Smartie getippt.

Stell dir vor,  wie schön es wäre, wenn du das tust, wozu du dich nicht aufraffen kannst. Und wenn es nichts ist, was du eigentlich gern tust, dann stell dir vor, wie heldisch du dich hinterher fühlst. Wir Menschen als vernunftbegabte Wesen sind die einzigen, die das können: sich vorzustellen, wie es wäre, wenn…

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zu Gast sein

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Psalm 23,5 (LUT)

Ich liebe es, mich an einen gedeckten Tisch zu setzen mit lieben Menschen zusammen. Oft ist ja nur (?) Jesus bei mir zu Gast. (Wer kennt das Tischgebet noch: Komm, Herr Jesus, sei du unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.)

In der Bibelstelle (s.o.) ist es Gott, der mich einlädt, bei ihm am Tisch Platz zu nehmen. Auch wenn es um mich herum Schwierigkeiten (Feinde) gibt, darf ich bei ihm zur Ruhe kommen und auftanken, mich mit seiner Liebe füllen lassen und die Dinge genießen, die er mir schenkt.

In ge|halt|voll, einem sehr lesenswerten e-magazin habe ich ein Gedicht gefunden, das dieses zu-Gast-sein bei Gott sehr schön zum Ausdruck bringt.

Hier könnt ihr es lesen und hier anhören.

mich selbst an die Hand nehmen

Nur Münchhausen konnte sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen.

Wenn mir das Wasser bis zum Halse steht, wenn ich wieder mal alles nur in grau-schwarz sehe, wenn die Zukunft düster aussieht und ich nur noch möchte, dass dieser Tag möglichst schnell vorbeigeht, dann brauche ich jemanden, der mich bei der Hand nimmt, mir seine (telefonische) Schulter leiht und mich rauszieht.

Doch manchmal (nicht immer, aber immer öfter) habe ich es auch schon selbst geschafft, die Situation mit etwas Abstand zu betrachten und mich von meinen Gefühlen nicht ins Boxhorn jagen zu lassen.

Dann frage ich mich selbst: „Christiane, was würde dir denn jetzt gut tun? Was ist der kleinstmöglichliche Schritt, den du tun kannst?“ Oft schreibe ich meine Gedanken auf oder formulieren sie in einem Gebet (oder beides). Ich bin nicht Opfer, das sich von seinen Stimmungen tyrannisieren lassen muss. Ich kann dagegen kämpfen und muss nicht im Selbstmitleid baden. Je mehr ich das tue, umso mehr verstärkt es sich.

In der Bibel steht in Jakobus 4,7.8:

Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch.
LUT

Oder, um es mit einem Zitat von Bertolt Brecht auszudrücken:

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Ohne Fleiß

gitarrekein Preis.

Meine Gitarren- und Klavierschüler hören von mir immer wieder, wie wichtig es ist, ihr Instrument zu üben. Und selber tue ich das am allerwenigsten. 😮 Klar, ich schaff es immer noch locker, ihnen das vorzuspielen, was sie üben sollen. (Allerdings sind meine am weitesten fortgeschrittenen Schüler schon eine Herausforderung, so dass ich ihre Stücke auch öfter mal durchspielen üben muss. Und hier liegt der Knackpunkt: Üben ist eben nicht nur öfter mal durchspielen und warten, bis es dann irgendwann von selber klappt.

Eigentlich möchte ich auf meinen Instrumenten auch noch weiterkommen. Und das geht nicht ohne Üben. Zurzeit versuche ich gerade, dem Üben einen festen Platz in meinem Tagesablauf zu geben. Vormittags ist da für mich ganz günstig.

Für die Gitarre habe ich mir einen Online-Gitarrenlehrer geleistet. Bei den Akustik-Kursen bin ich (nach längerer Pause) bei Kurs 4 angelangt. Und das schüttle ich nicht mehr aus dem Ärmel. Aber ich will ja das, was ich jetzt noch nicht hinkriege, eines Tages auch spielen können. Die Freude, wenn’s dann richtig schön klingt (und ich es vielleicht auch jemandem vorspielen kann) ist meine Motivation.

Zurzeit übe ich gerade dieses Stück. Aber bis das bei mir YouTube-reif ist, dauert’s noch ein bisschen.

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