offene Augen

BAJ (7)„Mach doch mal die Augen auf!“ so sagt man zu jemandem, der etwas verträumt durch den Tag geht und manches Naheliegende übersieht. „Er sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht!“ ist noch so ein Spruch. Manchmal sind wir einfach blind.

Blind sind wir auch normalerweise, wenn es um die Dinge geht, die Gottes neue Welt betreffen. Christen werden oft belächelt, weil sie etwas glauben, was sie nicht sehen. Jesus muss uns die Augen öffnen, damit wir ihn und sein Handeln wahrnehmen.

So ging es auch den zwei Männern, die nach der Kreuzigung Jesu von Jerusalem nach Emmaus unterwegs waren. Sie redeten über die Dinge, die sie beschäftigten und merkten nicht, dass der dritte Wanderer, der sich zu ihnen gesellte, Jesus war. (Hier ist die Geschichte nachzulesen.) Erst als er mit ihnen aß und das Brot brach, „gingen ihnen die Augen auf“. Zu diesem Vers habe ich eine Seite in meiner Journaling Bible gestaltet.

Und es fiel mir ein Lied dazu ein:

Leerzeit

klick aufs Bild macht’s größer

oder: Wenn ich mich nicht überwinden kann zu etwas, was mir eigentlich Spaß macht – und es trotzdem tue.

(Zu diesem Thema habe ich ab und zu schon geschrieben. Es taucht halt immer mal wieder auf.)

Diese Woche waren noch Ferien und so hatte ich auch noch keinen Unterricht wieder und ziemlich viel freie Zeit. Da kann man ja soooo viel Schönes machen. Und letztlich muss man sich doch aufraffen.

So geht es mir schon eine Weile mit meiner Gitarre. Eigentlich Weiterlesen

Das war’s – war’s das?

tulpeRückblick auf die Fastenzeit 2017

In den 7 Wochen vor Ostern habe ich den Kurs „7 Wochen weniger online & bewusster leben“ durchgearbeitet. D.h. ich habe es nicht jeden Tag geschafft und werde noch etwas länger brauchen, um die täglichen Impulse zu lesen und die Anregungen umszusetzen.

Was ich aber geschafft habe: Ich habe auf facebook und twitter verzichtet. Na gut, zu meinem Geburtstag musste ich doch mal auf facebook reingucken. Ich wollte ja wissen, wer mir alles gratuliert hat und mich bedanken – gehört sich so! 🙂

Am Anfang war es eine ziemliche Umstellung und es hat mir echt was gefehlt. Aber dann habe ich entdeckt, das real life auch eine ganze Menge zu bieten hat. Ich habe viel mehr Bücher gelesen, Tagebuch geschrieben und schöne Filme angeschaut, hab gestrickt und gehäkelt, Besuche gemacht und bekommen und war auch mehr draußen. Kurz vor Ostern habe ich BAJ für mich entdeckt!

Zumindest einge von diesen Veränderungen Weiterlesen

zweifelsohne

Da gab es den einen, Thomas – der Zweifler, wie er oft genannt wird. Er war nicht dabei, als der auferstandene Jesus sich seinen Jüngern gezeigt hat. Und er kann es nicht glauben. „Ich glaube nur, was ich sehen und anfassen kann“, sagt er.

Was ich an Thomas toll finde: Er ist ehrlich. Er tut nicht so, als ob. Und Jesus hat kein Problem mit seinem Zweifel. Er bietet Thomas selbst an, dass er sich überzeigen kann. Dass er ihn berühren kann und es be-greift, dass Jesus wirklich lebt.

Thomas bleibt der Mund offen stehen: „Mein Herr und mein Gott!“ Er kommt vom Zweifel zum Glauben.

Diese Geschichte steht in Johannes 20,24-29 und hat mich zum Bibel-Art-Journalen inspiriert.

BAJ (6)

Nein, ich bin kein großer Künstler, aber es macht mir trotzdem Spaß! 🙂

BAJ

BAJ (2)ist die Abkürzung für Bible Art Journaling (keine Angst – ich wusste bis vor kurzem auch nicht, was das ist). Es bedeutet, sich kreativ mit der Bibel auseinanderzusetzen und seinem Gestaltungsdrang freien Lauf zu lassen.

Ich dachte immer: Nee, das ist nichts für mich, ich kann ja nicht so toll zeichnen und malen.

Zum Geburtstag bekam ich die Journaling Bibel und eine Goodie bag („Gutes-Tüte“) dazu. Und noch ermutigende Worte von den Frauen-Freundinnen, die sie mir geschenkt haben: Trau dich! Fang einfach an! Vergleich dich nicht mit anderen!

So habe ich mich das erste Mal versucht – heute, am Karfreitag – an den letzten Worten Jesu am Kreuz:

ES IST VOLLBRACHT!

Hier seht ihr das Ergebnis:

BAJ (1)Also, es ist erst mal ein Anfang, ich trau mich auch noch nicht so richtig, den Text komplett zu übermalen. Aber es war auf jeden Fall eine gesegnete Zeit mit Gott und hat mir die Wahrheit von Karfreitag ganz tief ins Herz sinken lassen.

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Entzug

holzEs lässt in meinem Tagesablauf wirklich eine Lücke, dass ich zurzeit nicht Facebook und Twitter checke.

Plötzlich ist einiges an Zeit übrig, mit der ich nichts richtiges anzufangen weiß. Denn komischerweise habe ich oft auch zu den Sachen, die mir normalerweise Spaß machen würden, keine Lust. Ich muss es erst wieder lernen, meine Komfortzone zu verlassen.

Aber wenn ich mich dazu aufraffe, merke ich, dass es total schön ist, zum Beispiel den beginnenden Frühling draußen zu genießen. Ich besuche Freundinnen oder lade jemanden auf nen Cappuccino ein. Ich habe schon tatsächlich wieder Postkarten geschrieben und mehrere Bücher verschlungen. Heute habe ich die Deko für meinen B-Day gebastelt.

Wie schön ist doch das analoge Leben!

Was bringt’s?

buchGestern Abend habe ich mich wirklich mit einem Buch auf dem Sofa wiedergefunden. Na gut, es war ein e-Book. Und eigentlich waren es drei, die ich parallel lese, weil die Bücher, die ich auswähle zum Lesen, meist so gehaltvoll sind, dass ich sie nicht hintereinander weg lesen kann. Ich bin Springleser sozusagen.

Pinterest hat mich nach ein paar Tagen, wo ich es sozusagen als „Ersatz“ für facebook und twitter andauernd nachgeschaut habe, auch nicht mehr so gereizt. In meinem Newsfeed wiederholen sich doch bestimmte Ideen immer wieder und ich bin innerlich nur zerstreut statt dass es mir echten Gewinn bringt.

In einem Buch zu lesen hilft mir, mich länger auf ein bestimmtes Thema zu konzentrieren und damit echten Samen in mein Herz zu säen, der dann Wurzeln schlagen und aufgehen kann. Weiterlesen

7 Wochen weniger & bewusster

Am 1. März begann die Fastenzeit. Diese 40 Tage nutzen viele Christen, um sich auf Ostern – das Leiden und Sterben von Jesus – vorzubereiten.

Es gibt da viele Aktionen, die angeboten werden, bei denen Mann oder Frau mitmachen kann.

Ich habe mich dieses Jahr für diese entschieden:

7 Wochen weniger online & bewusster leben

Das ist wirklich mein Thema, weil ich viel Zeit im Internet verbringe und oft nicht nur sinnvoll, d.h. ich schlage damit auch viel Zeit tot. Was mich dann leer und unzufrieden zurücklässt. Und das real life – das echte Leben – kommt damit zu kurz.

Eigentlich habe ich’s mir nicht vorstellen können, aber am Dienstagabend überkam mich ein Anflug von Mut und ich habe entschieden, die 7 Wochen auf facebook und twitter zu verzichten. Das ist für mich echt ne Herausforderung.

Und was tu ich jetzt? (bitte nicht lachen!)
Ich scrolle Pinterest! Das ist ja nicht verboten – aber es ist genauso ein Zeit totschlagen wie die anderen Social-Media-Plattformen. Ja gut, man kann viele gute Ideen bekommen, aber am Ende summt der Kopf… Weiterlesen