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Urlaubs-Vorfreude

Wir werden diesen Sommer aus verschiedenen Gründen keinen “richtigen” Urlaub machen, fahren aber im August ein Wochenende an die Ostsee, um uns mit Freunden zu treffen. Das ist für mich schon so gut wie Urlaub. Mal raus aus dem Alltag. Ich habe auch die See ganz gern, mein Mann ist von den Bergen total begeistert, deshalb fahren wir meistens nach Süden. Diemal geht’s also in den Norden der Republik.

Grund, mal wieder einen Ticker einzubauen, der meiner Vorfreude beim Rückwärtszählen hilft:


Außerdem ziert unseren Wohnzimmertisch nun diese “Urlaubs-Vorfreude-Deko.” ;)

Urlaubsvorfreude (1)

Mein Platz

Schon länger träume ich den Traum vom eigenen Zimmer. Nun hat sich ein Stück davon erfüllt – ich habe mir im Wohnzimmer eine Ecke für mich eingerichtet – meinen Platz!

zu Hause (4)

Ein kleiner Sessel, ein Tisch zum Schreiben, Basteln und Gestalten. Die Nähmaschine ist auch in Reichweite. Zur Linken der Blick auf den Balkon, auf dem jetzt alles in voller Blüte steht – das ist mein Fernseher, sogar in 3-D. Hier fühle ich mich wohl.

Um mit Goethe zu sprechen:

Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.

Missverständnis

So etwas kommt vor: Man hört etwas ganz anderes, als der andere gemeint hat.

So geschehen gestern, als mein Mädel zu seiner Zeitungsrunde (ihrem Job) aufbrach und sprach:  “… is’ nicht so viel!” Damit meinte sie die Menge der Zeitungen und die Zeit, die sie zum Austeilen brauchen würde.

Was hört da die um ihr Gewicht kämpfende Mama? – “Iss nicht so viel”. – Ich seufzte tief und dachte: Sie hat ja Recht. – Wir konnten das Missverständnis allerdings sofort aufklären und haben beide drüber gelacht :D

Also: Nachfragen schadet nicht, um heraus zu bekommen, was oder wie es mein Gegenüber gemeint hat.

Wachstum

wenn es einmal angefangen hat, ist nicht mehr aufzuhalten.

Zu Weihnachten bekamen wir von lieben Menschen einen Bubikopf geschenkt. Da war ein Ski fahrender Schneemann reingefallen, streckte Arme und Beine in die Luft – kennt ihr sicher die Dinger. Manche finden sie kitschig, aber das ist Geschmackssache. Als Weihnachten vorbei war, wollte ich ihn weiter pflegen, aber ich bin da Anfänger mit dem grünen Daumen. Der entscheidende Fehler war, dass ich ihn der Pflege meiner Tochter anvertraute – PGH (Pech gehabt)!!

Sie war aber so nett gewesen, mir bevor er den Gang alles Lebendigen ging, einige kleine Triebe abzugeben, daraus wollte ich einen neuen ziehen. Mühsam und am Anfang sah es total aussichtslos aus. Die Kräuter welkten – oder faulten – je nach Wasserzufuhr. Aber ein kleines Eckchen fand den Kontakt zum nährenden Boden, konnte Wurzeln schlagen und weiter wachsen. Von Woche zu Woche wurde es mehr – unaufhaltsam und jetzt sieht das neue Bubiköpfchen so aus:

Sommerimpressionen (18)

(Der Rabe hat keine Bedeutung für den Bubikopf – außer dass er sich vielleicht auch freut über das Wachstum – ich oute mich damit hier als Liebhaber des Raben mit der rotgeringelten Socke – gibt’s da noch mehr??) :D

brechen!!!!

Sommerimpressionen (16)Meine Tomatenpflanzen auf dem Balkon wachsen und gedeihen vor sich hin, es ist eine wahre Freude, ihnen dabei zuzuschauen – so lange setze ich mich nicht daneben, um das direkt zu bemerken :) . Aber seit den paar Wochen, als ich sie gepflanzt habe, ist schon ein Unterschied zu merken. Ich habe ihnen auch am Anfang eine Düngung zukommen lassen und werde das nach 6 Wochen nochmal tun, wie es auf der Düngerpackung steht. Einige Pflanzen sind etwas kräftiger, einige brauchen noch etwas länger, das liegt daran, dass sie unterschiedliche Startbedingungen hatten: 2 Pflanzen sind vom Baumarkt, 4 vom Gärtner. Aber das darf ja sein. Menschen haben auch nicht die gleichen Startbedingugen. Entscheidend ist, was man mit seinem “Material” macht und wie man es weiter entwickelt – und dass man es/sich überhaupt weiter entwickelt. So ist das bei den Pflanzen wie im Leben.

Gestern ist es passiert. Ich habe mir dieses Jahr Rankhilfen gekauft, auch Tomatenstäbe genannt. Ohne diese würden die Tomaten am Boden bleiben und vor sich hin kriechen, dann hätten sie keine Chance zum Wachstum und an fruchtig-leckere (selbstgezogene Bio-)Tomaten wäre nicht zu denken (auf die freuen wir uns schon :) ) Also, Rankhilfe gekauft, in die Töpfe gesteckt und nun müssen die Stängel ja auch den Weg durch die geschlängelten Stäbe finden. Ein Spross war schon ziemlich weit in eine andere Richtung gewachsen – nämlich der Sonne entgegen – wohin sonst…

Ich wollte aber, dass er nach oben wächst bzw. dahin, was ich für oben halte – woher soll die Tomate das wissen, mit der Sonne hatte sie ja auch nicht so unrecht. Also habe ich ein bisschen Gewalt angewendet und dann noch ein bisschen mehr – und das ist es passiert:

Sommerimpressionen (17)Bruch!! Ab!! Apper geht’s nicht! Irreperabler Schaden! Der Haupttrieb war nicht mehr da. Mir entfuhr ein Schreckensschrei: Nein!!!!!

Gewalt tut nicht gut. Gewalt verletzt und hinterlässt Wunden.

Bei den anderen Pflanzen wollte ich das auf keinen Fall riskieren. Deshalb nahm ich meine Schnurrolle (”Strippe” haben wir früher dazu gesagt) und band die Stängel, die schon in die “falsche” Richtung gewachsen waren mit sanftem Zug an dem Stab fest. Nun kann ich den Zug  jeden Tag ein bisschen verstärken und damit – vielleicht/hoffentlich – noch die Tomatenpflanze in die gewünschte Richtung lenken.

Lieber sanft ziehen als gewaltsam brechen!

Das gilt nicht nur für Tomatenpflanzen. Auch Kinder – ihr Wille – sollte auf keinen Fall gebrochen werden. Möglicherweise würde ich heute einiges anders machen, wenn ich noch mal ein Baby hätte… Leider sind auch manche Christen vom Glauben bzw. dem, was die Leute davon halten, verbogen – manche leider auch gebrochen worden.

Aber es gibt Hoffnung für meine Tomatenpflanze: Seht ihr den starken Nebentrieb?? – Fortsetzung folgt!

Sommerimpressionen (13)

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Baum – ein schöner Baum, mit einer stattlichen Krone und einem festen Stamm.

“Alt wie ein Baum möchte ich werden” – so hieß das Lied von den Puhdys, der Kultband aus DDR-Zeiten, die 2009 ihr 40jähriges Bühnenjubiläum feiert.

Ich möchte nicht nur alt werden, sondern auch genauso stark, schön :) und belastbar wie ein Baum.

Wer auf Gott vertraut, der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, sagt die Bibel (nachzulesen in Psalm 1).

Aber wenn man genauer hinsieht bzw. die Perspektive ein bisschen wechselt, sieht man:

Sommerimpressionen (14)

Es sind ja zwei Bäume. Zwei Stämme, die dicht nebeneinander stehen und deren Krone sich zu einer verbunden hat.

Zwei Bäume, jeder mit eigenen Wurzeln, aber in die gleiche Richtung gewachsen.

Zwei Bäume, deren Einheit die Kraft des einzelnen potenziert. Gemeinsam sind sie stark.

Diese enge Verbundheit erleben mein Mann und ich derzeit ganz stark.

Und wir sind gespannt, wie jeder einzelne und wir beide zusammen weiter wachsen. Jeder hat seine eigenen Wurzeln, jeder braucht seinen eigenen Standpunkt, jeder braucht Freiraum und Luft zum Atmen. Zwei zusammen – und doch eins…

Mit der Zeit…

Jedes Werden in der Natur, im Menschen und in der Liebe muss abwarten und geduldig sein, bis seine Zeit zum Blühen kommt.

Sommerimpressionen (2)

Sommerimpressionen (9)

Sommerimpressionen (10)

Sommerimpressionen (11)

stammt das Material für den Wandbehang, den ich heute geknotet habe. Die Technik heißt Makramee und war vor ca. 20 Jahren der große Renner!! Kann sich noch jemand erinnern? Heute habe ich das Jutegarn aus meiner Kiste vom Boden geholt und mich ans Werk gemacht – ohne Zeichnung, ohne Maßband, ohne Vorlage. Ich wollte mich selbst überraschen lassen, was dabei herauskommt.

Ich – die Strukturierte – lege einfach los, ohne vorher eine Zeichnung zu machen, das ist eine neue Erfahrung (bei dem Rock vor ein paar Tagen war das auch schon so), aber es gefällt mir und macht mir Mut, wenn sogar was Vorzeigbares dabei herauskommt. Nun habe ich gleich mal umdekoriert, und einen Rundtausch zwischen Wohnzimmer, Flur und Treppenhaus vorgenommen. Ein Bergbild von meinem Mann musste weichen, aber er kann ja jetzt wieder life in die Berge fahren.

wandbehang

Weil du mich so liebst
weil du mich so liebst
weil du mich so liebst
weil du mich so liebst
weil du mich so liebst

kann ich vor dir laut denken
darf ich so sein, wie ich bin
muss ich mich nicht verbergen
lässt du mich in dein Herz schauen
und ich zeige dir meins
können wir miteinander weinen und lachen
vergeht die Zeit mit dir viel zu schnell
hörst du mir zu und folgst meinen Gedankensprüngen
freue ich mich auf die Zukunft mit dir.

Das ist doch was, wenn man das nach 17 Jahren Ehe so sagen kann!!

Wieder da!

Mein Mann ist wieder da! Vorgestern habe ich ihn von der Reha abgeholt. Seitdem hatte ich noch nicht wieder viel Zeit, an den Rechner zu gehen, denn wir haben ein neues Hobby entdeckt:

Reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden, reden…
Tag und Nacht!!

Soviel gibt es zu sagen, schließlich haben wir uns in 9 Wochen nur mal ein Wochenende zwischendurch gesehen. In der Zeit hat sich jeder ein Stück weiter entwickelt und es gilt, diese Lücke zu überbrücken. Dabei entdeckt man auch einiges Neue am anderen, was zum Teil sogar richtig herausfordernd ist. Aber es gibt nichts Schöneres, als einander wieder zu haben und wir genießen es sehr!!

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