Voriges Wochenende haben wir die Familie meiner Schwägerin besucht und waren mit ihnen zusammen zum Langlauf im Erzgebirge. Es war wunderschön: herrlicher Sonnenschein, super Schnee, gut gespurte Loipe, schöne Aussichten. Die Bäume waren schwer mit Schnee behangen, wie im Märchenwald.
“Mama, manche Menschen sind wie Medizin!” sagte meine Tochter vor ein paar Tagen. Ihr war was quer gegangen, sie war nicht gut drauf. Und da hatte sie mit ihrer besten Freundin telefoniert. Danach ging’s ihr gleich viel besser, so dass sie wieder die Welt hätte umarmen könnte. Sie umarmte erst mal mich, weil ich gerade greifbar war.
Heute ging es mir ähnlich. Trotz Sonnenschein kam ich Früh nicht in Gang und ich fühlte mich ziemlich down. Da half mir ein Telefonat mit einer lieben Freundin, die zugleich so was wie eine Fize-Mama für mich ist, weiter. Hinterher fühlte ich mich viel besser, hatte wieder Schwung, Elan und Lebensfreude. Zum Glück habe ich nicht nur eine Freundin, die für mich wie Medizin sind und mir, wenn es nötig ist, ihre (telefonische) Schulter leihen.
Gute Medizin für’s Leben, sind Freunde, die dir Liebe geben.
Obwohl meinen linken Zeigefinger ein dicker Verband ziert, habe ich heute meine Gitarrenschülerin unterrichtet und sogar mit ihr zusammen gespielt. Da musste der Mittelfinger den kranken Finger vertreten. Die Schülerin ist noch Anfängerin, da geht es auch mit einem Finger weniger.
Aber dass ich nicht Klavier spielen kann, fehlt mir doch. Ich habe es versucht und es geht auch. Es ist ja nur die linke Hand, die hat meist nicht so viele Töne zu spielen
Heute Morgen hat mein Zeigefinger mit der Brotschneidemaschine Bekanntschaft gemacht und dabei den kürzeren gezogen… – Nun habe ich einen dicken Verband am Finger und bin in meinen Einsatzmöglichkeiten etwas eingeschränkt. (Z.B. veertippe ich mich gerade dauernd, weil ich nur mit 9 Fingern schreiven kann )
Aber ich hatte einen Grund, dass ich alles heute etwas ruhiger angehen lassen und meine kleinen Helferlein (in Gestalt meiner Familie) in Anspruch nehmen konnte. Den Kontakt zu Wasser muss ich meiden und da musste ich die Handwäsche und den Abwasch heute nicht machen. Mit guten Gewissen habe ich ausgiebig Freecell und Solitär gespielt und Sudokus gelöst .
Bis vor kurzem dachte ich: Bücher, die man angefangen hat zu lesen, muss man auch zu Ende lesen, vor allem, wenn man sie geschenkt bekommen hat. Und so habe ich mich durch manches Buch durchgebissen, auch wenn’s mich eigentlich nicht interessiert hat.
Nun bin ich zu der Erkenntnis gekommen: Nein, ich muss nicht. Ich kann selbst entscheiden, ob das Buch für mich gut ist und mich weiter bringt. Und wenn ich nach ein paar Seiten merke, dass es nichts für mich ist, kann ich es zurückbringen in die Bibliothek (wenn ich es ausgeliehen habe) oder wieder ins Regal stellen oder weiter verschenken oder: Man darf Bücher sogar wegwerfen!!
Als ich gestern so meinen “Zu-lesen-Stapel” verkleinert habe, fühlte ich mich hinterher richtig befreit. Ich muss nicht!
Das sage ich manchmal zu meinem Mädel: “Don’t bother me!” Und als in englischer Sprache gebildete Schülerin, weiß sie auch was das heißt: “Lass mich in Frieden!” (und macht es dann meistens aus). Was sie aber ständig kritisiert, ist die Aussprache meines “th”. Wahrscheinlich habe ich das früher anders gelernt. Sie meint, so wie ich das sage, klingt das wie “buzzer” und das ist etwas ganz anderes, nämlich ein Wecker oder Summer, so ein Ding, was z.B. Dieter Bohlen und seine Kollegen benutzen, wenn ihnen die Kanditaten etwas vortragen, was die Schmerzgrenze der Jury überschreitet.
Nun hat mein liebes Kind mir zu Weihnachten ein pädagogisch wertvolles Geschenk gemacht, sie hat einen solchen “buzzer” gebastelt und mich in herrlich origineller Schreibweise an die Verbesserung meiner Aussprache erinnert. Es hat übrigens eine ganze Weile gedauert, bis ich verstanden habe, was sie damit meint. Das nur zum Trost, falls es dem einen oder anderen Blogleser ähnlich geht.
Vielleicht kann ich das “Ding” jetzt auch benutzen, wenn ich mal in Ruhe gelassen werden will. Aber leider ist es nur ein Modell, es gibt nicht wirklich einen Ton von sich.
Heute war ich bei meiner Hausärztin. Vor mir wurde eine Patientin aufgerufen, die meinen Mädchennamen trug: “Frau Teuber, bitte!” Unwillkürlich wollte ich aufstehen, obwohl ich schon seit 17 1/2 Jahren den Namen meines Mannes trage. Mit der Frau, die neben mir saß, habe ich ein paar Worte gewechselt und ihr den Grund meines abgedeuteten Aufstehversuches erklärt. Wir haben drüber gelacht. Manche Reflexe sitzen tief. Mit der Frau Teuber bin ich jedenfalls nicht verwandt.
Man sagt, heute sei Neujahr.
Punkt 24 Uhr sei die Grenze zwischen dem alten und dem neuen Jahr.
Aber so einfach ist das nicht.
Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr.
Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns.
Ob wir es neu machen, ob wir neu anfangen zu denken, ob wir neu anfangen zu sprechen, ob wir neu anfangen zu leben.
-Wilhelm Willms-
Allen meinen Bloglesern und – leserinnen wünsche ich ein gesegnetes neues Jahr, dass eure Pläne in Erfüllung gehen und ihr zuversichtlich euren Weg gehen könnt.
Zu Weihnachten habe ich “das buch” geschenkt bekommen. Es ist eine Übersetzung des Neuen Testamentes von Roland Werner. Gestern habe ich angefangen, darin zu lesen und bin begeistert. Es ist eine geniale Sprache und man liest den Text mit ganz neuen Ohren. Ich habe mir vorgenommen, es wie ein Buch hintereinander durchzulesen.
Als Beispiel hier die ersten Verse aus der Bergpredigt, den so genannten “Seligpreisungen”:
Wahres Glück haben alles, die immer mehr vom Geist Gottes erleben möchten. Gerade für sie bricht Gottes mächtige Gegenwart sich Bahn in dieser Welt.
Wahres Glück haben alle, die am Ende sind. Denn sie werden erleben: Gott lässt sie nicht allein.
Wahres Glück haben alle, die auf ihr eigenes Recht verzichten können. Gerade sie werden das beste Erbe erhalten.
Wahres Glück haben alle, die von der unstillbaren Sehnsucht erfüllt sind, dass es in der Welt endlich gerecht zugeht. Sie werden erleben, dass ihr Einsatz nicht umsonst gewesen ist.
Wenn ich auf Bücher, CDs oder andere Medien verweise, tue ich das nicht, weil ich einen Nutzen davon habe. Ich verdiene dabei nichts. Den Nutzen habt ihr, wenn ihr sie lest, hört oder anschaut :-)
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