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Verschlankt

hat sich beträchtlich mein Notenbestand. Und auch mein Regal, wo ich die deponiere, die ich oft brauche.

Es sieht jetzt so aus – im Gegensatz zu gestern!

Aber da gibt’s noch einige adipöse Patienten, die mächtig dick daherkommen,

deren Inhalt sich aber noch beträchtlich komprimieren lässt. Das macht zwar Arbeit, schließlich muss jede 2. Seite auf die Rückseite ihrer Vorgängerin kopiert werden (und da ich mit Scannen und Drucken arbeite, dauert’s noch länger), außerdem sortiert man die „Doppelgänger“ aus (also alles, was noch in anderen Songbooks/Liederbüchern vorhanden ist) und schließlich, mit Hilfe der netten Frau aus dem Copy-Shop, die eine hübsche Bindung ranbastelt (welche Farbe möchten Sie? blau, weiß oder schwarz?), erhält man ein schönes schlankes Notenbuch.

Füllt mir das Auge und viel weniger Platz!

Braucht jemand Klarsichthüllen? Hab Massen übrig :)

Ich krieg die Krise

… wenn ich mein überquellendes Notenregal sehe (das traue ich mich gar nicht zu zeigen ;) ). Bei Noten ist für mich die Schwelle, mich davon zu trennen, noch höher – Noten schmeißt man nie nicht weg!!

Und doch ist es mir heute gelungen, zumindest im Notenschrank (der genauso übervoll war), Luft zu schaffen. Jetzt wartet ein Stapel Noten darauf, im Online-Marktplatz angeboten zu werden. Das ist seine letzte Chance.

Von einem guten Stück werde ich mich allerdings nicht trennen.

Es ist ein sperriges Notenbuch, das ich bei der Haushaltsauflösung Anfang der Achtziger von meiner Oma geerbt habe. Es ist so alt, kaputt, vergilbt und mit fliegenden Seiten, dass es (für mich) richtig viel Wert hat. Von dieser Oma habe ich ja möglicherweise auch ein paar Gene musikalischer Begabung geerbt :)

Mein neuer

Kalender – heute kam er.

Nachdem mich einige Jahre der avenue begleitet hat, mit der Zeit aber doch einige Lackschäden Gebrauchsspuren aufweist, wollte ich gern mal was Neues haben. Leider wurde ich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn das, was mir richtig gut gefällt ist mir eine Nummer zu groß :( – und sieht nach ein paar Jahren möglicherweise auch so aus…

So habe ich einen Kompromiss geschlossen.

Das Nappaleder ist Imitat, aber wenigstens nicht schwarz. Fasst sich ganz brauchbar an.

Werden wir Freunde werden?

Neues Lesefutter

Heute kam ein von mir bestelltes Bücherpäckchen *freufreu*. (Ja, ich gestehe, ich kaufe Bücher online. Lieber würde ich den örtlichen Buchhandel stärken, aber der ist leider nicht nur um die Ecke.)

Jetzt habe ich wieder Lektüre.

Kurz vor Weihnachten habe ich mir eine Wunschliste angelegt, und die ist noch lang!!! (Willst du mal sehen?)

Das neue Buch von Max Lucado „Du machst den Unterschied“ ist mir wegen des Untertitels ins Auge gesprungen: Lebe ein Leben, das Spuren hinterlässt. Genau! Spuren hinterlassen, das ist mein Lebensziel, zumindest eines von denen. Deswegen heißt auch mein Blog so. Wie kann man Spuren hinterlassen? Indem man selbst Profil gewinnt, sich also prägen lässt.

Ich bin gespannt, was Max Lucado dazu schreibt.

In „meinem“ Forum (wie du ja weißt, sind das die „frommen Hausfrauen“) gab es eine Diskussion zu dem Titel: einen Unterschied machen – das ist doch kein Deutsch, so redet man doch nicht. Was soll das heißen? Dass ich mich unterscheide? Dass ich anders bin als andere?

„make a difference“ ist eine stehende Redewendung der englischen Sprache und bedeutet: etwas bewirken, etwas verändern.

Der englische Originaltitel des Buches heißt übrigens „Outlive your life“ – also „Überlebe dein Leben“! Klingt auch sehr erstrebenswert!

Bei einem befreundeten Twitterer (Internet-Zwitscherer :) ) habe ich folgenden Gedanken gefunden (in mein Tagebuch geklebt und gerade wieder entdeckt):

Spruch gestern im Fernsehen:
„Ich trete nicht in die Fußstapfen anderer, denn ich will selber welche hinterlassen…“
Wie gut, dass das bei Jesus genau andersherum ist. Je mehr ich in seine Fußstapfen trete, desto mehr hinterlasse ich welche…

Abschied

5 Jahre lang, von 2005 bis 2010, habe ich in unserer alten Gemeinde den Gemeindebrief herausgegeben: entworfen, gedruckt, gefaltet, verteilt. Ich habe es gern gemacht und viel Zeit und Liebe hinein investiert.

Gestern war es soweit: Ich habe den Hängeordner geleert und die 30 (fein säuberlich abgehefteten) Ausgaben der Ablage P zugeführt. Ganz leicht fiel mir das nicht. Aber meine Zeit als Gemeindebriefredakteurin ist vorbei. Es wird mich keiner mehr nach der Nr. 8 vom September/Okober 2006 fragen :)

Sich von etwas zu trennen ist wie ein kleiner Abschied. Manchem fällt es leicht, andere tun sich damit schwerer (ich zum Beispiel). Aber mit dem Wegwerfen entsteht Platz für Neues – auch im Kopf!

Für den König

Ich hab ein Männer-Buch gelesen! Es trägt obigen Titel und Albert Frey hat es geschrieben. Es hat mir nicht geschadet, im Gegenteil, ich habe Gewinn daraus gezogen. Ein paar Happen davon möchte ich euch abgeben und euch Appetit machen, es selber zu lesen (oder euren Männern zu schenken :) )

Gott ist nicht ein Segment der Tortengrafik, ein Tortenstück unter vielen in unserem Leben. Er ist der Bäcker!

Ein Kind wird zuerst geliebt, ohne dafür irgendetwas leisten zu können. (Wir sollen) uns nicht in unseren Werken erschöpfen. Nicht tun, sondern lassen. Loslassen, weglassen, zulassen, mich lieben lassen.

Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, aber so wäre ich gerne als alter Mann: zufrieden, im Frieden mit mir und meinem Schicksal, humorvoll, weise, mit offenen Augen  und offenem Herzen. Ich wünsche mir, dass andere noch gerne in meiner Gegenwart sind, nicht weil sie sich verpflichtet fühlen oder dafür bezahlt werden.

Ich bin nun knapp über die Hälfte. Und ich will noch so viel, bekomme nicht genug. Aber meine Aufgabe ist es nicht mehr, meine Zeit immer mehr zu füllen, sondern in heiterer Gelassenheit immer mehr loszulassen.

Und hier noch das Lied „Für den König“ aus gleichnamiger CD:

So wünsch ich mir das!

Heute habe ich es geschafft, meinen Tag nicht mit PC hochfahren zu beginnen. (Ich weiß, es ist ein Dauerbrenner, ich habe schon öfter darüber geschrieben – hier zum Beispiel.)

Ich habe also zuerst die Golfbälle in meinen Blumentopf gelegt. Konkret: hab Zeit mit Papa in heaven verbracht und war walken. Es war richtig gut. Den ganzen Tag hatte ich das Gefühl: Das Wichtigste habe ich heute schon. Das ist viel besser, als immer im Hinterkopf zu haben: Ich muss aber noch. Vor allem heute Nachmittag, als das Schneegestöber allmählich in Regen überging, habe ich rausgeguckt und gesagt: Ätsch, ich war heute schon draußen

Das ist so eine Frage: Wer darf bei mir morgens den Zündschlüssel rumdrehen? Wem erlaube ich es, meinen Motor zu starten? Wer gibt mir den Startschuss in den Tag?

Sind es die 124 587 mails, die ich checken muss? Muss ich erst mal bei facebook reingucken, damit ich weiß, wie es mir geht? Ist es wirklich so wichtig zu gucken, wie es den frommen Hausfrauen geht?

Sollte nicht der Lenker meines Lebens (noch’n Titel für Jesus) selber mich in den Tag schicken? Und zum Walken nehm ich ihn dann auch gleich noch mit. :)

So, jetzt habe ich mich wieder weit aus dem Fenster gelehnt, hab mir selber ne Predigt gehalten. Es ist so schwer, Gewohnheiten zu verändern – ich weiß! So schnell schnippt man wieder zurück :(

Eine schlechte Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe runterboxen, Stufe für Stufe.
Mark Twain

alles für mich

Das hört man unter Christen oft: „Jesus, du bist alles für mich!“ – Und was ist „alles“?

Vorgestern habe ich zwei Beschreibungen für Jesus gegeben: mein Arbeitgeber und mein Zeiteinteiler. Aber er ist nicht nur das, sondern noch viel mehr.

Hör in das folgende Lied rein, welche Titel Tobi Wörner für Jesus hat – … und damit ist die Reihe noch längst nicht zu Ende!

Pünktlich zur Uraufführung beim Hauskreis heute Abend ist mein Lied zur Jahreslosung doch noch fertig geworden. Erst hatte ich nur den Refrain und ne halbe Strophe und dachte, es wird nix mehr. System „Zitrone“: Drücken und Pressen funktioniert ja bei kreativen Tätigkeiten nicht. Aber gestern Mittag, zwischen Kochen und Essen hab ich mich einfach hingesetzt und es fertig geschrieben.

Und: Jawohl, ich werde heute dazu stehen, dass ich es selber gemacht habe (wobei ich immer ein bisschen Hemmungen habe).

-> Zum PDF-Download

mein Arbeitgeber

Als Haushalt- und Familienmanagerin + Musikerzieherin verstehe ich mich in gewisser Hinsicht als Freiberufler (obwohl das nicht auf meiner Steuererklärung steht :) ). Ich bin relativ frei, meine Zeit selbst einzuteilen.

Es war dieses Silvester, als ich einen Anstoß bekam, wer eigentlich mein Arbeitgeber ist. In unserer Runde war ein älterer Mann, schon Rentner, der in unserer gemeinsamen Gebetszeit Jesus als seinen „Arbeitgeber und Zeiteinteiler“ anredete. Irgendwie blieb mir das hängen und ich dachte: „Ja, so ist es bei mir auch – so wünsche ich es mir.“

Oft frage ich morgens: „Jesus, was ist heute dran? Was ist wichtig? Was möchtest du, dass ich tun soll?“ Natürlich fällt dann kein Zettel vom Himmel, wo 1.) 2.) 3.) alles draufsteht, aber in meinem Innern gibt es einen Impuls, ein leises Flüstern, das mich in eine bestimmte Richtung schiebt. Und auch zwischendurch, wenn ich eine Sache beendet habe, frage ich oft: „Was kommt jetzt?“

Manchmal kommt dann auch keine Antwort, oder sie heißt „Mach einfach mal Pause!“

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