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unzumutbar

Heute ist mir bei facebook eine nachdenkenswerte Geschichte über den Weg gelaufen. Sie war in Englisch, ich werde sie mal nacherzählen:

Folgendes passierte bei TAM Airlines:

Eine Frau in den Fünfzigern kam zu ihrem Platz und sah den Passagier neben sich, es war ein schwarzer Mann. Sichtlich erregt rief sie die Stewardess.

„Was ist Ihr Problem, Mam?“ fragte diese.

„Können Sie nicht sehen? Ich habe einen Platz neben einem schwarzen Mann bekommen. Ich kann nicht neben ihm sitzen. Sie müssen mir einen anderen Platz geben.“

„Beruhigen Sie sich“, sagte die Stewardess, „bedauerlicherweise sind alle Plätze besetzt, aber ich schaue, ob wir noch welche haben.“

Die Stewardess ging und kam ein paar Minuten später zurück.

„Madam, es ist, wie ich gesagt habe, wir haben keine weiteren Plätze in der 2. Klasse. Ich habe mit dem Flugkapitän gesprochen und er hat mir bestätigt, dass es so ist. Wir haben nur noch Plätze in der 1. Klasse.“

Bevor die Frau irgendetwas sagen konnte, sprach die Stewardess schon weiter.

„Schauen Sie, es ist nicht üblich in unserer Gesellschaft, dass Passagiere von der 2. in die 1. Klasse wechseln. – Wie auch immer, unter den gegebenen Umständen ist der Kapitän der Meinung, dass es unzumutbar ist, dass ein Reisender neben einer unangenehmen Person sitzt.“

Sich an den schwarzen Mann wendend, sagte die Stewardess. „Deshalb möchte ich Sie bitten, Sir, nehmen sie Ihr Handgepäck, wir haben Ihnen ein Platz in der 1. Klasse reserviert.“

Und alle Passagiere in der Nähe, die diese Szene mitbekommen hatten und darüber schockiert waren, begannen zu applaudieren, einige erhoben sich dabei von ihren Plätzen.

Otunba Malay

(nicht) die Drehscheibe

„Die Waage ist nicht die Drehscheibe des Lebens.“

Diesen tröstenden Satz hörte ich vor längerer Zeit mal, aber ich konnte/kann ihn nicht so richtig glauben, denn für ist sie es doch oft, zumindest das Launometer für den Tag.

Ich stelle mich morgens (oft auch noch mal abends) drauf und frage:

Waage, Waage, sag rasch an,
wie ich mich heut’ fühlen kann.

Geht’s mir gut? Geht’s mir schlecht?
Ist mir kalt? Ist mir heiß?

Wer ist die Dickste hier in der Schweiz im Landkreis Greiz?

(leicht geändert aus „Feuerzeichenfrau“ von Julia Onken)

Das ist doch wirklich besch…ämend – so einem kleinen, platten Ding gebe ich soviel Macht über meine Stimmung!!

Ich wollte das schon oft ändern. Gestern fand ich einen Anschubser dazu auf der Lebe-leichter-Website unter Thema der Woche.

Ich stelle den Artikel hier als pdf rein, weil die Seite regelmäßig aktualisiert wird.

-> Täglich auf die Waage?

So, nun hoffe ich, dass es funktioniert. Die Waage steht jetzt hinterm Badschrank – das Wegräumen hat sich schon mal ganz gut angefühlt. ;)

Nur ein Kabel

1981 zur Jugendsegnung bekam ich meinen ersten

Radiorekorder

und war mächtig stolz. Elektronik war nämlich richtig teuer in der DDR! Damals habe ich angefangen aufzunehmen – von Radio auf Kassette: Schlagerparade – würde ich nie wieder machen. Ja, Geschmäcker ändern sich.

Später, Ende der Achtziger, gab es einen (West-)Berliner Privatsender, der brachte Sonntag morgens von 5.00 – 7.00 Uhr (ich hab mich nicht verschrieben) eine Sendung, die hieß: „Meet me in church on Sunday“. Ich hab mir deswegen extra den Wecker gestellt, um die zu hören und aufzunehmen, zwar in supermieser Qualität, aber was tut man nicht alles, wenn man christliche Sänger hören kann. An irgendwelche Tonträger kamen wir als Normal-Ossis ja nicht ran. Hab gerade eine Kassette von damals ausgegraben – hört mal rein!

Das mit dem Aufnehmen und Überspielen ging weiter. Wenn man jemanden kannte, der einen Kassettenrekorder mit Doppeldeck hatte, konnte man die heißbegehrten West-Kassetten immer weiter überspielen (wobei die Qualität immer schlechter wurde), oder man überspielte Schallplatten und später CDs. Ich habe noch eine ganze Sammlung Kassetten von damals und etliche, wo ich CDs für’s Auto überspielt habe, weil wir noch keinen CD-Player drin hatten. Weiterlesen »

Verschlankt

hat sich beträchtlich mein Notenbestand. Und auch mein Regal, wo ich die deponiere, die ich oft brauche.

Es sieht jetzt so aus – im Gegensatz zu gestern!

Aber da gibt’s noch einige adipöse Patienten, die mächtig dick daherkommen,

deren Inhalt sich aber noch beträchtlich komprimieren lässt. Das macht zwar Arbeit, schließlich muss jede 2. Seite auf die Rückseite ihrer Vorgängerin kopiert werden (und da ich mit Scannen und Drucken arbeite, dauert’s noch länger), außerdem sortiert man die „Doppelgänger“ aus (also alles, was noch in anderen Songbooks/Liederbüchern vorhanden ist) und schließlich, mit Hilfe der netten Frau aus dem Copy-Shop, die eine hübsche Bindung ranbastelt (welche Farbe möchten Sie? blau, weiß oder schwarz?), erhält man ein schönes schlankes Notenbuch.

Füllt mir das Auge und viel weniger Platz!

Braucht jemand Klarsichthüllen? Hab Massen übrig :)

Ich krieg die Krise

… wenn ich mein überquellendes Notenregal sehe (das traue ich mich gar nicht zu zeigen ;) ). Bei Noten ist für mich die Schwelle, mich davon zu trennen, noch höher – Noten schmeißt man nie nicht weg!!

Und doch ist es mir heute gelungen, zumindest im Notenschrank (der genauso übervoll war), Luft zu schaffen. Jetzt wartet ein Stapel Noten darauf, im Online-Marktplatz angeboten zu werden. Das ist seine letzte Chance.

Von einem guten Stück werde ich mich allerdings nicht trennen.

Es ist ein sperriges Notenbuch, das ich bei der Haushaltsauflösung Anfang der Achtziger von meiner Oma geerbt habe. Es ist so alt, kaputt, vergilbt und mit fliegenden Seiten, dass es (für mich) richtig viel Wert hat. Von dieser Oma habe ich ja möglicherweise auch ein paar Gene musikalischer Begabung geerbt :)

Mein neuer

Kalender – heute kam er.

Nachdem mich einige Jahre der avenue begleitet hat, mit der Zeit aber doch einige Lackschäden Gebrauchsspuren aufweist, wollte ich gern mal was Neues haben. Leider wurde ich schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn das, was mir richtig gut gefällt ist mir eine Nummer zu groß :( – und sieht nach ein paar Jahren möglicherweise auch so aus…

So habe ich einen Kompromiss geschlossen.

Das Nappaleder ist Imitat, aber wenigstens nicht schwarz. Fasst sich ganz brauchbar an.

Werden wir Freunde werden?

Neues Lesefutter

Heute kam ein von mir bestelltes Bücherpäckchen *freufreu*. (Ja, ich gestehe, ich kaufe Bücher online. Lieber würde ich den örtlichen Buchhandel stärken, aber der ist leider nicht nur um die Ecke.)

Jetzt habe ich wieder Lektüre.

Kurz vor Weihnachten habe ich mir eine Wunschliste angelegt, und die ist noch lang!!! (Willst du mal sehen?)

Das neue Buch von Max Lucado „Du machst den Unterschied“ ist mir wegen des Untertitels ins Auge gesprungen: Lebe ein Leben, das Spuren hinterlässt. Genau! Spuren hinterlassen, das ist mein Lebensziel, zumindest eines von denen. Deswegen heißt auch mein Blog so. Wie kann man Spuren hinterlassen? Indem man selbst Profil gewinnt, sich also prägen lässt.

Ich bin gespannt, was Max Lucado dazu schreibt.

In „meinem“ Forum (wie du ja weißt, sind das die „frommen Hausfrauen“) gab es eine Diskussion zu dem Titel: einen Unterschied machen – das ist doch kein Deutsch, so redet man doch nicht. Was soll das heißen? Dass ich mich unterscheide? Dass ich anders bin als andere?

„make a difference“ ist eine stehende Redewendung der englischen Sprache und bedeutet: etwas bewirken, etwas verändern.

Der englische Originaltitel des Buches heißt übrigens „Outlive your life“ – also „Überlebe dein Leben“! Klingt auch sehr erstrebenswert!

Bei einem befreundeten Twitterer (Internet-Zwitscherer :) ) habe ich folgenden Gedanken gefunden (in mein Tagebuch geklebt und gerade wieder entdeckt):

Spruch gestern im Fernsehen:
„Ich trete nicht in die Fußstapfen anderer, denn ich will selber welche hinterlassen…“
Wie gut, dass das bei Jesus genau andersherum ist. Je mehr ich in seine Fußstapfen trete, desto mehr hinterlasse ich welche…

Abschied

5 Jahre lang, von 2005 bis 2010, habe ich in unserer alten Gemeinde den Gemeindebrief herausgegeben: entworfen, gedruckt, gefaltet, verteilt. Ich habe es gern gemacht und viel Zeit und Liebe hinein investiert.

Gestern war es soweit: Ich habe den Hängeordner geleert und die 30 (fein säuberlich abgehefteten) Ausgaben der Ablage P zugeführt. Ganz leicht fiel mir das nicht. Aber meine Zeit als Gemeindebriefredakteurin ist vorbei. Es wird mich keiner mehr nach der Nr. 8 vom September/Okober 2006 fragen :)

Sich von etwas zu trennen ist wie ein kleiner Abschied. Manchem fällt es leicht, andere tun sich damit schwerer (ich zum Beispiel). Aber mit dem Wegwerfen entsteht Platz für Neues – auch im Kopf!

Für den König

Ich hab ein Männer-Buch gelesen! Es trägt obigen Titel und Albert Frey hat es geschrieben. Es hat mir nicht geschadet, im Gegenteil, ich habe Gewinn daraus gezogen. Ein paar Happen davon möchte ich euch abgeben und euch Appetit machen, es selber zu lesen (oder euren Männern zu schenken :) )

Gott ist nicht ein Segment der Tortengrafik, ein Tortenstück unter vielen in unserem Leben. Er ist der Bäcker!

Ein Kind wird zuerst geliebt, ohne dafür irgendetwas leisten zu können. (Wir sollen) uns nicht in unseren Werken erschöpfen. Nicht tun, sondern lassen. Loslassen, weglassen, zulassen, mich lieben lassen.

Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, aber so wäre ich gerne als alter Mann: zufrieden, im Frieden mit mir und meinem Schicksal, humorvoll, weise, mit offenen Augen  und offenem Herzen. Ich wünsche mir, dass andere noch gerne in meiner Gegenwart sind, nicht weil sie sich verpflichtet fühlen oder dafür bezahlt werden.

Ich bin nun knapp über die Hälfte. Und ich will noch so viel, bekomme nicht genug. Aber meine Aufgabe ist es nicht mehr, meine Zeit immer mehr zu füllen, sondern in heiterer Gelassenheit immer mehr loszulassen.

Und hier noch das Lied „Für den König“ aus gleichnamiger CD:

So wünsch ich mir das!

Heute habe ich es geschafft, meinen Tag nicht mit PC hochfahren zu beginnen. (Ich weiß, es ist ein Dauerbrenner, ich habe schon öfter darüber geschrieben – hier zum Beispiel.)

Ich habe also zuerst die Golfbälle in meinen Blumentopf gelegt. Konkret: hab Zeit mit Papa in heaven verbracht und war walken. Es war richtig gut. Den ganzen Tag hatte ich das Gefühl: Das Wichtigste habe ich heute schon. Das ist viel besser, als immer im Hinterkopf zu haben: Ich muss aber noch. Vor allem heute Nachmittag, als das Schneegestöber allmählich in Regen überging, habe ich rausgeguckt und gesagt: Ätsch, ich war heute schon draußen

Das ist so eine Frage: Wer darf bei mir morgens den Zündschlüssel rumdrehen? Wem erlaube ich es, meinen Motor zu starten? Wer gibt mir den Startschuss in den Tag?

Sind es die 124 587 mails, die ich checken muss? Muss ich erst mal bei facebook reingucken, damit ich weiß, wie es mir geht? Ist es wirklich so wichtig zu gucken, wie es den frommen Hausfrauen geht?

Sollte nicht der Lenker meines Lebens (noch’n Titel für Jesus) selber mich in den Tag schicken? Und zum Walken nehm ich ihn dann auch gleich noch mit. :)

So, jetzt habe ich mich wieder weit aus dem Fenster gelehnt, hab mir selber ne Predigt gehalten. Es ist so schwer, Gewohnheiten zu verändern – ich weiß! So schnell schnippt man wieder zurück :(

Eine schlechte Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muss sie die Treppe runterboxen, Stufe für Stufe.
Mark Twain

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